Würzige Putenpfanne mit Bohnen und Sellerie

3 Personen, ca. 45 Minuten

Sollte man mit Olivenöl kochen?

 

In vielen Rezepten, besonders gerne in der mediterranen Küche, werden die Speisen mit Olivenöl zubereitet. Natives, kaltgepresstes Olivenöl bereichert Salate und kalte Speisen nicht nur geschmacklich hervorragend, es liefert auch wertvolle Inhaltsstoffe: durch die sorgfältige Verarbeitung enthält natives Olivenöl den natürlichen Gehalt an Vitaminen, sekundären Pflanzenstoffen, charakteristische Aromen und einfach ungesättigte Fettsäuren, wie z.B. die Ölsäure. Einfach ungesättigte Fettsäuren können das „gute“ HDL-Cholesterin erhöhen und das „schlechte“ LDL-Cholesterin senken. Die gesunden einfach ungesättigten Fette können das Risiko für Gallensteine und Brustkrebs verringern beziehungsweise vorbeugen. Also bitte Olivenöl für Anti-Pasti, Salate, Bruchetta etc. verwenden. Oder beim Anrichten der Suppe einfach mit etwas Olivenöl garnieren.

 

Natives Olivenöl ist nicht zum Erhitzen gedacht. Kochen sollte man nicht mit nativem Olivenöl. Warum nicht? Kaltgepresstes Olivenöl hat einen relativ niedrigen Rauchpunkt und beginnt beim Erhitzen zu rauchen. Dieser Rauch ist gesundheitsschädlich und kann das Risiko auf schwere Krankheiten, wie z.B. Krebs erhöhen. Erwärmen darf man Olivenöl, aber auf keinen Fall stark erhitzen.

 

Zum Kochen, Braten, Fritieren eigenen sich raffinierte Öle. Sie sind geschmacksneutral und hoch erhitzbar. In diesem Rezept wird zum Anbraten raffiniertes Rapsöl verwendet.

Die würzige Putenpfanne versorgt uns mit einer geballten Ladung an Gemüse, das Vitamine, Mineralstoffe, sekundäre Pflanzenstoffe und Ballaststoffe liefert. Dafür verantwortlich sind Zwiebel, Stangensellerie, Cocktail Tomaten und junge Buschbohnen.

 

Bohnen liefern viel pflanzliches Eiweiß, Ballaststoffe, sekundäre Pflanzenstoffe wie Beta Carotin und Vitamine – B1, B2, B6, C, E - und Mineralstoffe – Magnesium, Kalium, Kalzium, Eisen - . Sie enthalten aber auch den giftigen Stoff Phasin, der zur Gruppe der Lektine gehört. Bohnen sollten nie in rohem Zustand gegessen werden. Durch das Kochen bzw. Erhitzen zersetzt sich der Giftstoff. Das Wasser, in dem die Bohnen gekocht werden, sollte weg geschüttet werden. Sind die Bohnen weich, aber noch mit einem leichten Biss, sind die giftigen Stoffe zerstört und man darf sich über die leckeren, wunderbaren Bohnen freuen.

 

Für den würzigen Geschmack sorgen Putenschnitzel und Schwarzwälder Schinken. Tierisches Eiweiß enthält alle essentiellen Aminosäuren, die unser Körper täglich benötigt. Es liefert auch Vitamine, darunter Vitamin B12 und Mineralstoffe wie Eisen und Jod.

 

Ein Essen, das unseren Körper mit allen benötigten Nährstoffen bestens versorgt und obendrein auch noch lecker schmeckt, wollen wir etwas anderes?

Zutaten:

 

300 g junge Buschbohnen

1 rote Zwiebel

200 g Stangensellerie

100 g Schwarzwälder Schinken

1 Putenschnitzel

100 g Cocktail Tomaten

1 gehäufter EL Tomatenmark

1 KL gelbe Currypaste

400 g Geflügelfond

Salz, Pfeffer, Thymian, Oregano

Chilisalz

1 EL Bratöl, z.B. raffiniertes Rapsöl

frisches Basilikum

essbare Blüten

 

Außerdem:

einen größeren Topf für die Buschbohnen

eine sehr große antihaft beschichtete Pfanne mit Deckel für die Putenpfanne

Zubereitung Buschbohnen:

 

1. Einen größeren Topf für die Buschbohnen mit Wasser füllen und zum Kochen aufsetzen.

2. Bis das Wasser kocht kümmern wir uns um die Bohnen: 300 g junge Buschbohnen waschen und je nach Größe entweder halbieren oder in drei gleich große Stücke schneiden.

3. Das kochende Wasser salzen und die geschnittenen Buschbohnen hineingeben.

4. Junge und ganz feine Bohnen benötigen nur 3 Minuten bis sie weich aber noch einen leichten Biss haben, größere Buschbohnen brauchen 10 bis 15 Minuten Kochzeit, anschließend das Wasser abschütten, einen EL natives Olivenöl zu den Bohnen geben und die Bohnen im Topf mit Deckel und ausgeschalteter Herdplatte warm halten, bis sie in die Putenpfanne kommen.

 

Während die Buschbohnen kochen, kümmern wir uns parallel um die würzige Putenpfanne:

 

Zubereitung würzige Putenpfanne:

 

1. Ein EL Bratöl, z.B. raffiniertes Rapsöl, in eine große antihaft beschichtete Pfanne geben und langsam erhitzen.

2. Eine rote Zwiebel in kleine Würfelchen schneiden und in die Pfanne geben.

3. 200 g Stangensellerie waschen, in Steifen und anschließend in kleine Stückchen schneiden und zu den Zwiebelstückchen in die Pfanne geben.

4. Zwiebel- und Stangenselleriestückchen goldbraun anbraten.

Während dessen hat man Zeit sich um die weiteren Zutaten zu kümmern:

 

1. 100 g Schwarzwälder Schinken in kleine Stückchen schneiden und beiseite stellen.

2. Ein Putenschnitzel schnetzeln und beiseite stellen.

3. 100 g Cocktail Tomaten waschen und in kleine Stückchen schneiden, beiseite stellen.

 

Jetzt dürften die Zwiebel- und Selleriestückchen goldbraun angebraten sein und wir beginnen mit dem Anbraten der restlichen Zutaten:

 

1. Putengeschnetzeltes in die Pfanne geben und anbraten.

2. Das angebratene Fleisch mit Salz, Pfeffer, Chilisalz, Thymian und Oregano würzen.

3. Ein gehäufter EL Tomatenmark und ein KL gelbe Curry Paste und den in Stückchen geschnittenen Schwarzwälder Schinken in die Pfanne geben, verrühren, Deckel auf die Pfanne stülpen und alles bei mittlerer Hitze kurz anbraten.

4. Mit den klein geschnittenen Tomaten ablöschen.

5. 400 ml Geflügelfond angießen und 5 Minuten kochen.

6. Die gekochten Bohnen hinzufügen.

7. Mit den Gewürzen abschmecken und fertig ist das würzige Gericht.

 

Anrichten:

 

1. Frisches Basilikum und essbare Blüten waschen und trocken schütteln.

2. Basilikum kleinschneiden.

3. Das Gericht mit Basilikum und essbare Blüten garnieren.

Tipp:

Dazu passt Reis, diesen zuerst aufsetzen, so ist er fertig, wenn auch das Gericht zubereitet ist.

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