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Johannisbeer-Kuchen
30 Minuten Zubereitung, ca. 45 Minuten Backzeit

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Backen war eine wunderschöne Leidenschaft meiner Mutter. Wir hatten, so erinnere ich mich, über's Wochenende eigentlich immer 2 Kuchen. Den ersten backte sie am Samstag, von ihm war am Abend meistens nichts mehr übrig. Den zweiten bereitete sie am frühen Sonntag morgen zu. Der Johannisbeer-Kuchen ist eine ganz besondere Kindheitserinnerung, der an warmen Sommersonntagen, wenn die Beeren frisch und reif waren, zum Frühstück serviert wurde. Von dem herrlichen Duft des frisch gebackenen Kuchens geweckt, setzten wir uns draußen auf die Terrasse. Die ganz Familie saß zusammen und konnte es kaum erwarten, sich über den noch warmen Kuchen herzumachen.

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Ich kaufe immer gleich zwei Schalen 500 g Johannisbeeren. Die eine Schale wird für den Kuchen verwendet, die andere wird gewaschen, die Beeren vorsichtig von den Rispen abgezogen und tief gefroren. Somit kann ich das ganze Jahr über diesen wunderbaren Johannisbeer-Kuchen zubereiten. Selbst zu Weihnachten, da schmeckt er genauso gut und es klappt sogar mit tiefgefrorenen Früchten hervorragend!

 

Ein Wort zu den wunderbaren Johannisbeeren: Sie dürfen ruhig als heimische Superfrucht bezeichnet werden. Ihre wertvollen Ballaststoffe regen unsere Verdauung an, die vielfältigen Inhaltsstoffe wie Kalium, Calcium, Phosphor, Pektin, Kupfer und viele Fruchtsäuren sind mindestens genauso wertvoll. Ganz besonders hervorzuheben ist ihr hoher Vitamin C Gehalt, der höher ist als bei Zitronen. Rote Johannisbeeren gehören zu den säurereichsten Früchten überhaupt. Auch Vitamin A, E, K, ein paar B-Vitamine nebst Folsäure sind in ihnen enthalten. Damit stärken sie unser Immunsystem und wirken positiv bei Erkältungen und grippalen Infekten. Die vielfältigen guten Inhaltsstoffe unterstützen unsere Augen, Haare, Haut und das allgemeine Wohlbefinden auf ganz natürliche Art und Weise.

 

Johannisbeeren sollten möglichst frisch verzehrt werden, beim Erhitzen gehen allerdings einige Inhaltsstoffe verloren. Am besten also einige extra Johannisbeeren als schönes Topping für den Kuchen verwenden.

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Zutaten für den Mürbeteig:

 

125 g Butter

100 g Zucker

1 Prise Salz

2 Eigelb

250 g Mehl

1 KL Backpulver (insgesamt wird ein Päckchen Backpulver benötigt)

1 Päckchen Sahnesteif

Butter zum Einfetten


Für den Belag:

500 g Johannisbeeren

2 Eiweiß

100 g Zucker

1 Päckchen Vanillin Zucker

2 KL Stärkemehl

2 KL Backpulver (Rest vom Päckchen Backpulver)

100 g gemahlene Haselnüsse

1 bis 2 EL Puderzucker

 

Außerdem:

eine 26 cm große Springform

Backpapier

elektrisches Handrührgerät

Holzlöffel

Zubereitung Mürbeteig:

1. Den Boden einer 26 cm großen Springform mit Backpapier auslegen und die Ränder und den Boden sorgfältig mit Butter einfetten und in den Kühlschrank stellen.

2. Backofen auf 190 Grad Ober- und Unterhitze vorheizen.

3. Für den Mürbeteig 125 g weiche Butter mit 100 g Zucker und einer Prise Salz schaumig rühren.

4. Zwei Eigelb hinzu geben und unterrühren.

5. Die beiden Eiweiß in eine andere große Schüssel geben und kühl stellen. Sie werden später für den Belag benötigt und steif geschlagen.

6. 250 g Mehl mit 1 Kaffeelöffel Backpulver zu der Butter-Eigelb Masse geben und gut verrühren.

7. Nun den Mürbeteig in die Springform drücken und einen hohen Rand ziehen. Kühl stellen.

 

Zubereitung Belag:

 

1. 500 g Johannisbeeren waschen und die Beeren vorsichtig mit einer Gaben von den Rispen ziehen.

2. Zwei Eiweiß mit dem elektrischen Handrührgerät auf höchster Stufe steif schlagen.

3. 100 g Zucker mit einem Päckchen Vanillin Zucker langsam einrieseln lassen, dabei immer weiter schlagen.

4. 2 Kaffeelöffel Stärkemehl mit 2 Kaffeelöffel Backpulver hinzufügen und auf niedriger Stufe verrühren.

5. 100 g gemahlene Haselnüsse dazu geben und vorsichtig mit einem Holzlöffel unter ziehen.

6. 500 g Johannisbeeren zugeben und ganz sachte und vorsichtig die leicht zerbrechlichen Beeren unterheben.

7. Ein Päckchen Sahnesteif auf dem Boden des Mürbeteig verteilen. Das Sahnesteif soll verhindern, dass der Mürbeteigboden nicht durchweicht.

8. Die Eiweiß -Johannissbeermasse auf dem Mürbeteig-Boden verteilen und mittig in den vorgeheizten Backofen schieben.

9. Rund 45 bis 50 Minuten backen.

10. Mit einem Stäbchen checken, ob der Kuchen durchgebacken ist. Die benötigte Backzeit hängt vom jeweiligen Backofen ab.

11. Den fertig gebackenen Kuchen in der Form komplett auskühlen lassen; dann auf eine Kuchenplatte schieben und mit Puderzucker bestäuben und schnell servieren.

 

Tipp:

 

Ich backe den Kuchen oft einen Tag bevor er gegessen werden soll. Gut verpackt mit einer Tortenhaube hält er sich im Kühlschrank wunderbar frisch und zieht nochmal so richtig herrlich durch. Den Puderzucker erst darüber geben, direkt bevor er serviert wird. Dazu den Puderzucker in einen feinen Sieb geben und mit einem Kaffeelöffel über den Kuchen schneien lassen.

 

Dazu muss Sahne gereicht werden, da führt einfach kein Weg vorbei. Viel Freude beim Genießen.

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